Kartoffelbatterie

 

Kartoffeln oder andere Früchte können als Ausgangsmaterial für ein kleines Stromexperiment dienen. Wir zeigen dir wie das geht und was dabei passiert.

Das brauchst du dazu

  • Kartoffel (Zitrone, Apfel)
  • Cent-Münze (Kupfermünze)
  • Nagel
  • 2 Büroklammern
  • Alufolie oder Krokodilkabel
  • Kopfhörer

So gehts
Nimm die Kartoffel und lege sie auf eine Unterlage. Stecke den Nagel und die Münze so in die Kartoffel, dass sie sich nicht berühren.

Forme aus Alufolie zwei „Drähte“. Den einen Alufoliendraht befestigst du mit einer Büroklammer am Nagel, den anderen mit der zweiten Büroklammer an der Cent-Münze.

Setze den Kopfhörer auf und wickle ein Ende eines Alufoliendrahtes so um den Kopfhörerstecker, dass das Ende des Kopfhörersteckers frei bleibt.

Streiche mit dem Ende des zweiten Alufoliendrahtes über das Ende des Kopfhörersteckers. Nun beginnt der Strom zu fließen, hör genau hin.

Wirf die Frucht nach dem Versuch in den Restmüll. Sie ist nicht mehr zum Verzehr geeignet!

Ergebnis
Verbindet man zwei unterschiedliche Metalle wie zB die Kupfermünze und einen Zink- oder Eisennagel über eine Frucht, wird im Inneren der Frucht ein Stromfluss erzeugt, den man hören kann. Im Kopfhörer kommt es zu einem Knacken und Knistern. Verbindet man mehrere Früchte miteinander, kann sogar ein kleines Lämpchen zum Leuchten gebracht werden.

Hintergrundinfo
Jede Batterie hat einen Pluspol und einen Minuspol, dazwischen befindet sich eine Flüssigkeit, die Elektrolyt genannt wird. Ein Elektrolyt ist eine Flüssigkeit, die Strom leiten kann. Wird ein Stromkreis hergestellt, reagieren die beiden Pole miteinander und es werden elektrische Ladungen zwischen ihnen übertragen. Es fließt Strom. Strom kann man also als Fluss von kleinsten Teilchen zwischen Plus- und Minuspol beschreiben.

Das Gleiche passiert bei einer Kartoffelbatterie. Ist der Stromkreis über den Kopfhörer geschlossen, beginnen sich in der Frucht Teilchen (Elektronen) zu bewegen. Die Flüssigkeit der Frucht wirkt als Elektrolyt. Weil „unedle Metalle“ wie Zink oder Eisen ihre Teilchen weniger fest an sich binden als „edle Metalle“ wie Kupfer, wandern ihre Elektronen in Richtung Kupfer und es bleiben negative Ladungen zurück. So entsteht zwischen den beiden Metallen eine elektrische Spannung. Die beiden unterschiedlichen Metalle werden bei diesem Versuch somit zu Plus- und Minuspol. Der Nagel bildet den Minuspol (negative Ladung), die Kupfermünze den Pluspol (positive Ladung). Den Teilchenfluss zwischen den Polen kann man über den Kopfhörer hören und das ist nichts anderes als Strom.

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