Deo to go - natürlich, nachhaltig, selbst gemacht

Ein festes Deo selbst herzustellen ist einfacher, als viele denken. Es macht Spaß, spart Verpackungsmüll und du weißt genau, welche Zutaten enthalten sind. Dieses Rezept für dein eigenes „Deo to go“ ist schnell gemacht, nachhaltig und lässt sich ganz nach deinen Vorlieben anpassen. Verwende dafür möglichst Rohstoffe in Bioqualität.
Das brauchst du dazu
- 23 g Olivenöl
- 10 g Bienenwachsplättchen
- 1/2 EL Natron
- 6 Tropfen ätherisches Öl (zB 4 Tropfen Salbeiöl und 2 Tropfen Zitronenöl)
Außerdem
- Herdplatte
- Mörser
- Feinwaage
- Esslöffel
- Essstäbchen oder Löffel zum Umrühren
- Marmeladenglas oder kleiner Topf
- Eiswürfelformen
So gehts
- Mahle das Natron im Mörser ganz fein.
- Stelle das Marmeladenglas auf die Feinwaage, drücke auf „Tara“ und wiege zuerst das Olivenöl ab. Wiederhole den Vorgang anschließend mit den Bienenwachsplättchen.
- Erhitze Öl und Wachs langsam auf der Herdplatte, bis alles geschmolzen ist.
- Nimm das Gefäß von der Herdplatte, gib das Natron hinzu und rühre alles gut um.
- Warte, bis die Mischung handwarm ist, und füge dann das ätherische Öl hinzu.
- Rühre alles nochmals gut durch und fülle die Masse in die Eiswürfelformen.
- Lass das Deo eine Stunde fest werden, dann kannst du es herauslösen. Fertig ist dein „Deo to go“.
Hintergrundinfo
Manche Kosmetikprodukte können problematische Inhaltsstoffe enthalten, darunter auch bestimmte PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen). Wer solche Stoffe vermeiden möchte, kann auf zertifizierte Naturkosmetik zurückgreifen oder Kosmetik einfach selbst herstellen.
DIY-Kosmetik hat mehrere Vorteile:
- Schnell und kostengünstig hergestellt
- Individuell anpassbar
- Frei von vielen bedenklichen Zusatzstoffen wie Silikonen, Parabenen oder synthetischen Duftstoffen
- Verwendung von biologischen Rohstoffen möglich
- Weniger Verpackungsmüll
- Tierversuchsfrei
- Macht Spaß und fördert einen bewussten Konsum
Was sind PFAS?
Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) sind eine große Gruppe von chemischen Verbindungen. Aufgrund ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften werden sie in zahlreichen Alltagsprodukten eingesetzt, beispielsweise in Kosmetik, beschichteten Pfannen, Outdoor-Bekleidung oder Lebensmittelverpackungen.
PFAS zeichnen sich durch ihre extreme Langlebigkeit aus und werden deshalb oft als „Ewigkeitschemikalien“ bezeichnet. Einige dieser Stoffe reichern sich in der Umwelt sowie im menschlichen Körper an. Die Aufnahme kann unter anderem über Lebensmittel, Trinkwasser oder die Luft erfolgen.
Einige PFAS stehen im Verdacht, die Entwicklung von Föten zu beeinträchtigen, das Immunsystem zu schwächen oder das Risiko bestimmter Erkrankungen zu erhöhen.
Auch für die Umwelt sind PFAS problematisch. Sie verbreiten sich über Luft und Wasser, werden in Kläranlagen nur unvollständig entfernt und können sich dadurch im Klärschlamm sowie im Grund- und Trinkwasser anreichern.
Wer auf PFAS möglichst verzichten möchte, kann beim Einkauf bewusst auf geeignete Produkte achten oder Kosmetik einfach selbst herstellen.
✨Tipp: PFAS-freie Produkte mit der ToxFox-App finden
Mit der kostenlosen ToxFox-App des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) kannst du den Barcode vieler Kosmetikprodukte scannen und erhältst Informationen zu enthaltenen Inhaltsstoffen. Außerdem bietet die App die Möglichkeit, Hersteller direkt aufzufordern, problematische Stoffe aus ihren Produkten zu entfernen. So kannst du bewusster einkaufen und umweltfreundlichere Alternativen unterstützen.

Material und Zutaten für das "Deo to go"

fein gemahlenes Natron

Olivenöl und Bienenwachsplättchen abwiegen

Bienenwachsplättchen schmelzen

Natron hinzufügen

ätherische Öle in die handwarme Mischung hinzufügen

Masse in Eiswürfelformen füllen

Fertig ist das "Deo to go".