Neobiota

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Kartoffel, Topinambur, Mais und Tomate, Tulpe, Rosskastanie und Buchsbaum, ebenso die Regenbogen-Forelle - sie alle kamen aus anderen Ländern zu uns. "Neobiota" sind Arten, die in der Zeit nach 1492 direkt oder indirekt vom Menschen in ein bestimmtes Gebiet (zB Österreich) eingebracht wurden. Als „Neophyten“ bezeichnet man neu eingebrachte Pflanzen, Tiere werden als "Neozoen" und Pilze als "Neomyceten" bezeichnet.

Die meisten verschwinden rasch wieder, manche überleben nur durch Pflegemaßnahmen durch uns Menschen, andere können Ökosysteme verändern und im schlimmsten Fall auch vernichten (= invasive Neophyten). Diese Neobiota treten oft so spontan auf, sodass die Umwelt keine Zeit hat, sich auf die Veränderung einzustellen. Folglich werden wirtschaftlich interessante Pflanzen verdrängt und gesundheitlich bedenkliche Arten breiten sich aus. Bekannteste Beispiele für invasive Neophyten sind das Drüsige Springkraut, der Japanische Staudenknöterich, die Kanadische Goldrute, der Riesen-Bärenklau, die Ambrosia, die Kermesbeere und der Götterbaum.

Neben der allgemeinen Zerstörung der Lebensräume durch den Menschen zählen invasive Neobiota mittlerweile zur größten Bedrohung für die Artenvielfalt auf unserer Erde. Aus Mitteleuropa ist aber derzeit noch kein Fall bekannt, in dem eine nichtheimische Art zum Aussterben einer heimischen Art geführt hätte.

Invasive Aliens unter uns

Projektlaufzeit
2017-2018

Ziele

  • Förderung der Artenkenntnis in Bezug auf Neobiota sowie zielgruppenspezifische Vermittlung von Möglichkeiten der Bekämpfung von invasiven Neophyten
  • Schaffung von Bewusstsein für den richtigen Umgang mit gesundheitsgefährdenden Neophyten und Neozoen
  • Erarbeitung von Strategien zur Vermittlung des Themas an verschiedene Zielgruppen, u.a. durch Gewinnen von MultiplikatorInnen
  • Entwicklung und Ausarbeitung von Unterrichts- bzw. Informationsmaterialien

Inhalte
„Invasive Aliens“ oder Neobiota stellen für die heimische Artenvielfalt, zum Teil auch für uns Menschen, oftmals ein großes Problem dar. Vielfach sind jene Arten, die wirtschaftliche, ökologische oder gesundheitliche Schäden verursachen, gar nicht bekannt. Auch die komplexen ökologischen bzw. wirtschaftlichen Zusammenhänge (Klimawandel, Intensivland- und -forstwirtschaft, Gewässerbegradigungen, Import von Waren, Tourismus …) sind schwer nachvollziehbar.
In verschiedenen steirischen Regionen werden Veranstaltungen (Praxisseminare, Informationsnachmittage, Exkursionen), exemplarische Demonstrationen für Bekämpfungsmaßnahmen sowie Kartierungen durchgeführt und sollen die Basis für die Ausarbeitung der Vermittlungsstrategien sein.

Auch die Weltenbummler-App, eine auf Basis einer gleichnamigen Ausstellung des Universalmuseum Joanneum im Rahmen des Projekts "Schulatlas Steiermark" entwickelten digitalen Erhebungs-Tools, wird bei diesem Projekt genutzt und weiterentwickelt.

Die Projektergebnisse werden ab Frühjahr 2018 als Downloads auf der UBZ-Homepage zur Verfügung gestellt und sollen als Hilfe für die selbständige Weiterarbeit dienen.

  • Stundenbilder zum Thema: Das Drüsige Springkraut (1.-4. SchSt.), Invasive Aliens unter uns (5.-8. SchSt.) ==> kostenlos downloadbar nach einmaliger Registrierung

Beteiligte
Das Projekt richtet sich an den schulischen wie außerschulischen Bereich. Es nehmen daran Gemeinden, Pflichtschulen und berufsbildende Schulen, Jugendzentren, Vereine, LehrerInnen sowie Studierende teil.


Auftraggeber
BMNT über den Bildungsförderungsfonds für Gesundheit und Nachhaltige Entwicklung [Link]

Partner
Forum Schulatlas [Link]

Weltenbummler-App

Projektlaufzeit
seit 2016

Ziele

  • Interesse wecken an der Natur vor der Haustüre
  • Kartieren ausgewählter Neobiota (fremdländische Tiere und Pflanzen) mit mithilfe von Smartphones
  • Förderung von selbständigem Arbeiten und Teilnahme an populärwissenschaftlichen Monitoring-Projekten
  • Erkennen der Sinnhaftigkeit von Datensammlungen für den Natur- und Umweltschutz

Inhalte
In Zusammenarbeit mit der Weltenbummler-Ausstellung des Universalmuseums Joanneum wurde eine Web-Applikation zur Kartierung ausgewählter Neobiota entwickelt. Interessierte haben die Möglichkeit, diese App am Smartphone zu nutzen und aktiv an einer Kartierung teilzunehmen. Für jede Beobachtung werden neben der Tier- bzw. Pflanzenart auch die Koordinaten, die Seehöhe sowie das Beobachtungsdatum erfasst. Insbesondere an Schulen ab der 7. Schulstufe soll diese Thematik im Rahmen des Freiland-Unterrichts verstärkt aufgegriffen werden. Die erhobenen Daten werden als Basis für Naturschutzfachleute bzw. die Berg- und Naturwacht verwendet, um gezielte Maßnahmen vor Ort setzen zu können.

>> zur Weltenbummler-App


Auftraggeber
Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Abteilung 15 - Energie, Wohnbau, Technik [Link]
im Rahmen des Projekts "Schulatlas Steiermark"
Partner
Universalmuseum Joanneum - Studienzentrum Naturkunde [Link]

Invasive Neophyten und Aktionstag

Projektlaufzeit
2015

Ziele

  • Sensibilisierung der (jungen) Menschen für das Thema
  • Aufforderung zur gemeinsamen, aktiven Bekämpfung der invasiven Neophyten
  • Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien

Inhalte
Als  „Neophyten“ bezeichnet man neu eingebrachte Pflanzen, die ursprünglich aus anderen Kontinenten stammen. Die meisten verschwinden rasch wieder, manche überleben nur durch menschliche Pflege. Manche Arten, die sogenannten invasiven Neophyten, führen aufgrund ihrer raschen Ausbreitung zu wirtschaftlichen und gesundheitlichen Problemen. Besonders in den letzten Jahren, auch begünstigt durch den Klimawandel, schreitet die Ausbreitung von invasiven Neophyten (Drüsiges Springkraut, Japanischer Staudenknöterich, Robinie, Ambrosia, Kanadische Goldrute, Kermesbeere und Riesen-Bärenklau) massiv voran.

Um dies einerseits in das Bewusstsein der jungen Menschen zu bringen und andererseits auch einen aktiven Beitrag dagegen zu leisten, wurde im Frühjahr 2015 erstmals eine steiermarkweite Aktionswoche mit SchülerInnen, die von MitarbeiterInnen der Steirischen Berg- und Naturwacht geleitet wurden, durchgeführt. Das UBZ unterstützte die Aktion organisatorisch und stellte den teilnehmenden Schulen Unterrrichtsmaterialien zur Verfügung.

Beteiligte
An dieser Aktion nahmen 36 Schulen mit ca. 1000 SchülerInnen teil.


Auftraggeber
Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Abteilung 13 - Umwelt und Raumordnung, Referat Naturschutz [Link]

Partner
Steirische Berg- und Naturwacht [Link]

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Mag. Dr. Eva Lenhard

0043-(0)316-835404-4
eva.lenhard@ubz-stmk.at
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Dr. Otmar Winder

0043-(0)316-835404-4
otmar.winder@ubz-stmk.at
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Zum Thema Neobiota bieten wir Ihnen diverse Downloads zur Verwendung im Unterricht.