Landschaften

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Die Steiermark ist ein Bundesland mit einem erstaunlichen Reichtum am Landschaftstypen, den es zu erkunden gilt. Dominant ist hier v.a. der Gebirgsanteil, immerhin ist die Steiermark - oft gar nicht so sehr im Bewusstsein verankert - das Gebirgsland Österreichs. Auch wenn kein Gipfel unseres Bundeslandes die 3000-Meter-Grenze überschreitet, beträgt der Alpenanteil laut Alpenkonvention in der Steiermark 12.672 km². Die gesamte Fläche des Bundeslandes Tirol liegt mit 12.649 km² sogar knapp darunter.

Will man eine Gebirgslandschaft oder gar ein Hochgebirge auch mit SchülerInnen erleben, sieht man sich in der Umsetzung oft diversen Hinderissen gegenüber. Das sind zB sportliche Anforderungen, Bedenken bezüglich Sicherheit und Wetter oder die größeren benötigten zeitlichen und planerischen Ressourcen.
Im Rahmen von Exkursionen, Wandertagen oder Schullandwochen sind jedoch Möglichkeiten gegeben, spannende Lebens- und Landschaftsräume kennen zu lernen.

Die Möglichkeiten allein in der Steiermark sind hier also in unterschiedlichsten „Schwierigkeitsgraden“ zahlreich vorhanden. Das UBZ bietet in Kooperation mit seinen Partnern diverse Möglichkeiten an, wie das Thema Landschaften indoor im Unterricht oder outdoor in Natura greifbar gemacht werden kann.

Landschaftsentstehung - Landschaften Österreichs

Modul zum Zertifikatslehrgang Natur- und Landschaftsvermittlung
des Ländlichen Fortbildungsinstituts Steiermark (LFI) in Kooperation mit dem Verband der Naturparke Österreichs

Projektlaufzeit
seit 2013

Ziele

  • Den TeilnehmerInnen auf einfache und leicht weiterzuvermittelnde Weise die Entstehungsmechanismen von Landschaften näherbringen
  • Die Eigenheiten der Landschaften Österreichs hervorheben
  • Lustvolles, spielerisches Arbeiten mit geographischen Inhalten vermitteln
  • Sichtbarmachen von Möglichkeiten der Vermittlung des Themas anhand von Modellen
  • Zeigen von Methoden, die alle Altersgruppen ansprechen

Inhalte
Dieser Zertifikatslehrgang, der vom LFI in Kooperation mit dem Verband der Naturparke Österreichs durchgeführt wird, hat sich zum Ziel gesetzt, den TeilnehmerInnen das Basiswissen für die Planung und Durchführung von erlebnisorientierten Veranstaltungen zum Themenkreis Natur, Umwelt und Landschaft zu vermitteln.
Die Ausbildung umfasst 5 Module und endet mit einer schriftlichen und praktischen Abschlussarbeit.
Das UBZ bietet im Rahmen des Lehrgangs das Modul "Landschaftsentstehung - Landschaften Österreichs" an, bei dem in einem kurzen fachlichen und einem längeren praktischen Teil Methoden präsentiert werden, wie die Entstehung von Landschaften den zukünftigen Zielgruppen der TeilnehmerInnen vermittelt werden kann.
Großer Wert wird dabei auf die spielerische Umsetzung gelegt, um ein oft nur theoretisch vermitteltes Schulwissen in einer attraktiven, lustbetonten Weise umzusetzen. Dies erfolgt durch das Erbauen und Entstehenlassen von Landschaften im Sandmodell, wobei Prozesse der Landschaftsgestaltung, die sonst Jahrtausende andauern, in kurzer Zeit nachgestellt werden können. Spaß und eigenes Tun führen hier automatisch zu einer Verfestigung des Lernstoffes.

Beteiligte
pro Jahr nehmen ca. 20 TeilnehmerInnen am Modul teil.


Auftraggeber

  • LFI Steiermark
  • Verband der Naturparke Österreichs

   

Schulatlas Steiermark

Projektlaufzeit
seit 2004

Ziele

  • Bereitstellung aktueller Umwelt-Daten für den Schulgebrauch in Form von fachdidaktisch aufbereiteten Karten, Texten und Spielen, um darüber Zugang zu vielen umwelt-, gesellschafts- und wirtschaftsrelevanten Themen zu ermöglichen.
  • Erkennen raumwirksamer Strukturen und Prozesse in der näheren Umgebung von SchülerInnen mit Fokus auf das Heimatbundesland.
  • Sensibilisierung für den Zusammenhang zwischen ökologischen, sozialen und ökonomischen Gegebenheiten, deren Gestaltung im Sinne der Agenda 21 eine der zentralen Aufgaben sowohl in globalem als auch in regional/lokalem Maßstab darstellt.
  • Notwendigkeit eines eigenen auf der lokalen bis regionalen Ebene ansetzenden Engagements vor Augen führen.

Inhalte
Der Schulatlas liegt als Sammlung von Karten, textlichen Erläuterungen, Arbeitskarten und Spielen in analoger Form sowie online unter www.schulatlas.at vor. Die Web-Version bietet Karten sowohl als PDF als auch als interaktive GIS-Version an (GIS = Geographisches-Informations-System).
Im Rahmen von fünf großen Themenbereichen werde u.a. auch die Landschaften der Steiermark behandelt:

  • Eine Naturlandschaftsgliederung der Steiermark und deren Landschaftshaupteinheiten finden Sie im Schulatlas Steiermark hier.
  • Eine Kulturlandschaftsgliederung der Steiermark finden Sie im Schulatlas Steiermark hier.

Zu diesen und den anderen Themen werden Karten und Erläuterungstexte angeboten, die sich auf die geeignete Schulstufe, die Lehrplanrelevanz, mögliche Lehrziele und die jeweilige Umweltrelevanz des Themas beziehen. Arbeits- und Lösungsblätter sowie Unterrichtsmaterialien ergänzen das Angebot.

Beteiligte
Rund 900 Stück der analogen Mappe "Schulatlas Steiermark" wurden bisher an  steirische Schulen versandt (v.a. Pflichtschulbereich). An ca. 65% der Volksschulen liegt sie bereits auf.


Auftraggeber
Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Abteilung 15 - Energie, Wohnbau, Technik [Link]
im Rahmen des Projekts "Umweltbildung Steiermark"

Partner

  • Institut für Geographie und Raumforschung (Uni Graz)
  • Regionales Fachdidaktikzentrum für Geographie und Wirtschaftskunde in Graz (Uni Graz)
  • Kirchliche Pädagogische Hochschule Graz
  • Pädagogische Hochschule Steiermark

Gletschermessungen Schobergruppe

Projektlaufzeit
seit 2003

Ziele

  • Mitarbeit an den jährlichen Gletschermessungen des Österreichischen Alpenvereins
  • Beobachtung natürlicher Prozesse in der Landschaft
  • Dokumentation von Naturraumprozessen über einen langen Zeitraum, um Erkenntnisse der Zusammenhänge zwischen Witterung, Klima und Gletscherrückgang zu erhalten
  • Daten zum Verhalten von Kleingletschern sammeln

Inhalte
Seit den frühen 1980er-Jahren wurden vom Institut für Geographie und Raumforschung der Universität Graz Gletschermessungen im Gössnitztal (Schobergruppe, Kärnten) im Nationalpark Hohe Tauern durchgeführt. Grund für die Gebietswahl war eine schon traditionelle Beschäftigung der Grazer Forscher mit Gletschern der Großglocknergruppe und danach auch der benachbarten Schobergruppe. 2003 wurden die Messungen an den beim UBZ tätigen Autor übertragen, der seither an drei Gletschern jährlich (im September) Längenmessungen durchführt. Die Ergebnisse sind Teil des jährlichen Gletscherberichts des Österreichischen Alpenvereins.
Seit dem 19. Jahrhundert führt der Alpenverein bereits Messungen an einigen Gletschern Österreichs durch. Anhand dieser bemerkenswerten Datensammlung können Langzeitvergleiche angestellt werden, um damit auch klimatische Veränderungen zu belegen. Zurzeit sind an 86 Gletschern 20 ehrenamtliche GletschermesserInnen und zahlreichen HelferInnen für den Gletscherbericht im Einsatz, die vorrangig Gletscherrückgänge melden und dokumentieren. Die Messberichte seit 2003 für die Schobergruppe finden Sie unten bei den Ergebnissen.

Link zum Alpenverein - Details zum Gletschermessdienst

Ergebnisse

Gletscherbericht Schobergruppe 2017 (erscheint im Mai 2018)
Gletscherbericht Schobergruppe 2016
Gletscherbericht Schobergruppe 2015
Gletscherbericht Schobergruppe 2014
Gletscherbericht Schobergruppe 2013
Gletscherbericht Schobergruppe 2012
Gletscherbericht Schobergruppe 2011
Gletscherbericht Schobergruppe 2010
Gletscherbericht Schobergruppe 2009
Gletscherbericht Schobergruppe 2008
Gletscherbericht Schobergruppe 2007
Gletscherbericht Schobergruppe 2006
Gletscherbericht Schobergruppe 2005
Gletscherbericht Schobergruppe 2004
Gletscherbericht Schobergruppe 2003


Auftraggeber
Österreichischer Alpenverein [Link]

Umweltbildung im Hochgebirge - ein Beispiel

Projektlaufzeit
2008

Ziele

  • Einblicke bekommen in die komplexe Natur des Hochgebirges.
  • Erkennen der Beziehungen zwischen dem Hochgebirge und dem Menschen.
  • Erlernen der Fähigkeit, sich im Hochgebirge freudig und sicher zu bewegen.
  • Vertiefen des Umweltbewusstseins durch das bewusste Erlebnis des Hochgebirges.
  • Erleben von Gemeinschaft in einer „neuen“ Umgebung.

Inhalte
Im Juni 2008 begleitete das UBZ auf Einladung des Akademischen Gymnasiums Graz und des Regionalen Fachdidaktikzentrums Geographie und Wirtschaftskunde an der Universität Graz eine 6.Klasse drei Tage ins Hochgebirge. Besucht wurde das Ursprungsgebiet des größten steirischen Flusses, der Mur, mit dem Hauptziel der Erarbeitung eines Moduls "Umweltbildung im Hochgebirge".

Um die oben genannten Ziele zu erreichen, stand eine wohl ausgewogene Mischung von Bergwanderungen, teilweise im Exkursionsstil (also mit angeleitetem und erläutertem Beobachten), und handlungsorientierten Lernsequenzen, von denen die meisten im Freien stattfanden, auf dem Programm. Hierzu gehörten:

  • Orientierung mit Karte und Luftbild
  • Arbeit mit Luftbildern und Karten verschiedenen Alters zum Erfassen des Umweltwandels
  • Erprobung einfacher wissenschaftlicher Arbeitsmethoden im Hochgebirge
  • Lernen an Stationen zum Thema „Mensch und Hochgebirge im Murursprung-Gebiet".
  • Sicheres Bewegen im alpinen Gelände, insbesondere auf Schneefeldern.

Bei der Arbeit im Freien bzw. als Vorbereitung dazu in der Hütte wurden unterschiedliche Materialien verwendet, zB um die Orientierung in Raum und Gelände zu verbessern oder um Inhalte handlungsorientierter zu behandeln.
Verwendete Arbeitsmaterialien fürs Gelände sowie eine genauere Projektdokumentation des "Regionalen Fachdidaktikzentrums Geographie und Wirtschaftskunde" finden Sie bei den Downloads bzw. am Ende der Seite bei den "Ergebnissen".

Beteiligte
18 SchülerInnen, 3 Erwachsene

Ergebnisse
>> Projektdokumentation (PDF; 2,7 MB)


Auftraggeber
Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Abteilung 15 - Energie, Wohnbau, Technik [Link]
im Rahmen des Projekts "Umweltbildung Steiermark - Schulatlas"

Partner

  • Regionales Fachdidaktikzentrum für Geographie und Wirtschaftskunde in Graz (Uni Graz)
  • Akademisches Gymnasium Graz

Mitarbeit an einem Permafrost Tool-Kit

Projektlaufzeit
2010 bis 2011

Ziele

    • Bereitstellen eines einfachen, aber wissenschaftlich korrekten Informationsmaterials über Permafrost und seine Wirkungen auf die natürliche und vom Menschen gestaltete Umwelt
    • Legen des Augenmerks auf die Wirkungen des Klimawandels auf Permafrost
    • Verstehen von Naturprozessen und Erwerben von Umweltkompetenzen
    • Einen exemplarischen Einblick in (angewandte) Naturwissenschaften bekommen
    • Wichtigkeit nachhaltiger Entwicklungsprozesse für die gesamten Alpen im Sinne der Alpenkonvention verstehen

      Inhalte
      Als Permafrost werden Festgestein und Lockermaterialien bezeichnet, die für einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren eine Temperatur von 0°C oder weniger aufweisen.
      Es handelt sich also um ein thermisches Phänomen, dessen Existenz an kalte Umgebungen gebunden. In unseren Breitengraden sind das Regionen im Hochgebirge.
      Permafrost ist zwar an der Geländeoberfläche nicht direkt sichtbar, aber man kann seine Existenz mit Methoden der Erkundung des Untergrundes feststellen.

      Da das Phänomen einen direkten Bezug zum Thema Klimawandel hat, ist es im Gebirsland Österreich durchaus brisant. Ganzjähriges Eis im Untergrund stabilisiert nämlich oft Hänge und Gipfel wie Zement und ein Auftauen aufgrund einer sich erwärmenden Atmosphäre kann zu Felssturzereignissen führen. Die Verwendung mobiler Medien hat in den letzten Jahren zur Dokumentation zahlreicher solcher Felssturzereignisse in den Alpen beigetragen, bei denen das Abschmelzen von Permafrost offenbar zumindest mitbeteiligt war. Vier Beispiele:

      Das Institut für Geographie und Raumforschung der Karl-Franzens-Universität Graz hat im Rahmen des von der EU über das Interreg-Alpenraum-Programm „Alpine Space“ (2007-2013) geförderte internationale Projekt PermaNET („Permafrost Long-term Monitoring Network“) dazu ein Lernmodul zu Permafrost entwickelt, um das Wissen über Permafrost auch in Schulen zu verbreiten.

      Die erarbeiteten Materialien ermöglichen eigenverantwortliches und entdeckendes Lernen und wurden zu einem “Permafrost Educational Toolkit“ zusammengefasst.
      Das UBZ hat hierzu diverse Materialien und Stationen aus seinem Klimaprojekt beigesteuert, um ein umfangreiches Angebot (zB Experimente) für Schulen zu erhalten.

      Ergebnisse
      Das Paket steht auf der Projekt-Homepage als Download (wahlweise auf Deutsch oder Englisch) zur Verfügung.
      Die Frage, ob das Thema Permafrost überhaupt ein sinnvolles für den GW-Unterricht ist, wurde von den Kooperationspartnern von Universität Graz und UBZ in einem Artikel der Zeitschrift GW-Unterricht behandelt:
      >> Artikel in GW-Unterricht 138 (2/2015) [PDF; 1,4 MB]


      Partner

      • Institut für Geographie und Raumforschung (Uni Graz)
      • Regionales Fachdidaktikzentrum für Geographie und Wirtschaftskunde in Graz (Uni Graz)

         

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      Mag. Michael Krobath

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      michael.krobath@ubz-stmk.at
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      Zum Thema Landschaften bieten wir Ihnen diverse Downloads zur Verwendung im Unterricht.