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Bildung für nachhaltige Entwicklung

AllgemeinesProjekteReferenzen

"Um eine gerechtere, friedlichere und nachhaltigere Welt zu schaffen, benötigen alle Menschen und Gesellschaften mehr Wissen, Kompetenzen und gemeinsame Werte sowie ein stärkeres Bewusstsein für die Notwendigkeit eines solchen Wandels ..."
UNESCO- Roadmap zur Umsetzung des Weltaktionsprogramms "Bildung für nachhaltige Entwicklung"

Grundsatzerlass Umweltbildung für nachhaltige Entwicklung

Im Grundsatzerlass "Umweltbildung für nachhaltige Entwicklung" des Bundesministeriums für Bildung ist verankert, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung als Unterrichtsprinzip in allen Schulen gelebt werden soll. Der Grundsatzerlass gilt als Orientierungs- und Argumentationshilfe für Lehrende bei der Gestaltung und Planung von Angeboten für SchülerInnen.

Auch die Angebote des UBZ haben den Grundsatzerlass als Grundlage und das Ziel, die SchülerInnen im Erwerb von Kompetenzen für die Mitgestaltung einer nachhaltigen Entwicklung zu unterstützen.

Grundsatzerlass Umweltbildung für nachhaltige Entwicklung

Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung

Die Dekade 2005 - 2014 war von der UNESCO zur "Bildungsdekade für nachhaltige Entwicklung" ausgerufen worden. In diesen zehn Jahren konnten bereits wichtige Maßnahmen gesetzt, viele Projekte initiiert und Weichen gestellt werden. Doch Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE bzw. BINE) ist noch immer im Nischenbereich und die Bedeutung, die Bildung für eine zukünftige Entwicklung hat, ist bei Weitem noch nicht überall angekommen. Auf der UNESCO-Weltkonferenz im November 2014 wurde deshalb beschlossen, den Schwerpunkt Bildung für nachhaltige Entwicklung in einem 5-jährigen Weltaktionsprogramm weiterzuführen.

Im Zentrum stehen dabei strukturbildende Maßnahmen. Erfolgreiche Beispiele sollen weiter gefördert werden, MultiplikatorInnen noch stärker angesprochen werden und Bildung für nachhaltige Entwicklung in Curricula, Lehrpläne, Ausbildungsordnungen und andere Regelsysteme integriert werden. Eine Roadmap (ein Leitfaden mit konkreten Beispielen) richtet sich dabei an Regierungen, zwischenstaatliche Institutionen und zivilgesellschaftliche Organisationen sowie an Lehr- und Ausbildungskräfte und Lernende.
Folgende zentrale Zielsetzungen wurden im Weltaktionsprogramm international gesetzt:

  • Neuorientierung von Bildung und Lernen, sodass jeder die Möglichkeit hat, sich das Wissen, die Fähigkeiten, Werte und Einstellungen anzueignen, die erforderlich sind, um zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen.
  • Stärkung der Rolle von Bildung und Lernen in allen Projekten, Programmen und Aktivitäten, die sich für eine nachhaltige Entwicklung einsetzen

>> Deutschsprachige Fassung der Roadmap für das Weltaktionsprogramm
>> Website zum Weltaktionsprogramm in Österreich

Sustainable Development Goals - Die 17 Ziele für eine bessere Welt

Im September 2015 beschlossen 193 Staaten gemeinsam an einer besseren nachhaltigen Zukunft zu arbeiten. Dazu soll auf vielen Ebenen mitgestaltet werden - international, national, regional und vor allem vernetzt. Die aktuelle Weltlage zeigt, wie dringlich es ist, dies ernsthaft anzugehen. Die 17 Ziele sind ambitioniert: von der Armutsbekämpfung udn besseren Gesundheitsversorgung bis zum Schutz der natürlichen Ressourcen und Initiativen für ein friedliches Miteinander.

Auch alle Schulen sind aufgefordert, diese Ziele zu thematisieren. Das Umwelt-Bildungs-Zentrum Steiermark hat als Unterstützung für Lehrende dazu eine Unterrichtsmappe für die 5. - 9. Schulstufe erarbeitet.

Unterrichtsmappe "Die 17 Ziele für eine bessere Welt" für die Sek. I

 

Die 17 Ziele für eine bessere Welt - die SDG´s der UN in der Schule

Projektlaufzeit
seit 2016

Ziele

  • Bekanntmachung der "Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen bis 2030" (SDG´s) unter Lehrenden und SchülerInnen
  • Bereitstellen von Informationen und Ideen für die Bearbeitung der SDG´s mit den SchülerInnen
  • Förderung der Auseinandersetzung im Unterricht und des Diskurses unter den SchülerInnen
  • Unterstützung bei der Schulung von Fähigkeiten und Kompetenzen für den Umgang mit Herausforderungen im Sinne einer "Bildung für nachhaltige Entwicklung": Umgang mit Widersprüchen, Entdecken von Lösungsansätzen, Förderung von Empathiefähigkeit, Kreativität und Handlungsfähigkeit ...

Inhalte
Alle österreichischen Schulen wurden vom BMB aufgefordert, sich mit den 17 Zielen auseinanderzusetzen, die per UN-Beschluss bis zum Jahr 2030 gemeinsam von 193 Staaten der Erde umgesetzt werden sollen.
Das Umwelt-Bildungs-Zentrum Steiermark hat dazu eine Unterrichtsmappe für die 5. - 9. Schulstufe gestaltet, in der Informationen und Unterrichtsanregungen zusammengestellt sind, die den Lehrenden dabei behilflich sind, das Interesse der SchülerInnen und Schüler für diese Themen zu wecken und die eigene Zukunft mitzugestalten.
Nach der Kurzvorstellung der 17 Ziele (keine Armut, kein Hunger, Gesundheit und Wohlergehen, hochwertige Bildung, Geschlechtergleichstellung, sauberes Wasser, bezahlbare und saubere Energie ...) folgen Tipps, wie diese im Unterricht bekannt gemacht werden können - vom Video bis zum Comic.
Zu jedem einzelnen Ziel gibt es eine Doppelseite mit Informationen zur aktuellen Lage, zu den Inhalten des Ziels und Unterrichtsideen und Links dazu. Allgemeine Empfehlungen und weiterführende Links runden die Mappe ab.

Die Unterrichtsmappe "Die 17 Ziele für eine bessere Welt" ist frei downloadbar.

Im Netzwerk ÖKOLOG, dem größten Netzwerk für Schule und Umwelt mit über 500 Schulen österreichweit werden die Themen der SDG´s in den kommenden Jahren verstärkt kommuniziert. www.oekolog.at


Auftraggeber
Bundesministerium für Bildung (BMB), Abteilung Unterrichtsprinzipien und überfachliche Kompetenzen [Link]

Partner
ÖKOLOG - das österreichische Netzwerk für Schule und Umwelt www.oekolog.at

Bildung für nachhaltige Entwicklung - Steiermark

Projektlaufzeit
seit 2006

Ziele

  • Förderung eines aktiven Mitgestaltens der Um- und Mitwelt
  • Verstärkte Vermittlung von Kompetenzen im Sinne einer BNE in Unterrichtsprojekten
  • Vernetzungstätigkeit als Netzwerkknoten für Umweltbildung in der Steiermark
  • nationale Vernetzung z.B. durch Beteilung und Mitarbeit an überregionalen Veranstaltungen
  • Weiterentwicklung und Implementierung von BNE in UBZ-Aktivitäten

Inhalte
Im Projekt "Bildung für nachhaltige Entwicklung Steiermark" agiert das UBZ auf regionaler und lokaler Ebene und ist gleichzeitig national vernetzt. Dabei wirkt es in allen von der UNESCO priorisierten Handlungsfeldern des Weltprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung:

Handlungsfeld 1: Politische Unterstützung
Integration des BNE-Konzepts in die Politik in den Bereichen Bildung und nachhaltige Entwicklung, um ein günstiges Umfeld für BNE zu schaffen und eine systemische Veränderung zu bewirken

  • Bei der Umweltbildungs-Enquete im Jahr 2012 wurde bereits eine Umweltbildungs-Strategie beschlossen. Diese wird aktuell an das Weltaktionsprogramm und das Arbeitsprogramm der Steiermärkischen Landesregierung angepasst.
  • Der Grundsatzerlass "Umweltbildung für eine nachhaltige Entwicklung" wird vom UBZ umgesetzt und auch in den zuständigen Abteilungen des Amts der Stmk. Landesregierung und der Bildungsbehörden bekannt gemacht.

Handlungsfeld 2: Ganzheitliche Transformation von Lern- und Lehrumgebungen
Integration von Nachhaltigkeitsprinzipien in Bildungs- und Ausbildungskontexte

  • In allen Bildungs- und Ausbildungskonzepten des UBZ sind Nachhaltigkeitsprizipien integriert. Ein Schwerpunktthema - zB bei ÖKOLOG-Tagen - sind Lern- und Lernumgebungen.

Handlungsfeld 3: Kompetenzentwicklung bei Lehrenden und MultiplikatorInnen
Stärkung der Kompetenzen von ErzieherInnen und MultiplikatorInnen für effektivere Ergebnisse im Bereich BNE

  • In unseren Fortbildungsveranstaltungen und Beratungen werden die Kompetenzen von Lehrenden und MultiplikatorInnen gezielt gestärkt. Im ÖKOLOG-Lehrgang in Kooperation mit der PH Steiermark gibt es dazu sogar eine umfassende 3-semestrige Ausbildung, die genau auf dieser Kompetenzentwicklung im Sinne der BNE basiert.

Handlungsfeld 4: Stärkung und Mobilisierung der Jugend
Einführung weiterer BNE-Maßnahmen für Jugendliche

  • In unseren Maßnahmen für Jugendliche ist es uns wichtig, sie in ihren Kompetenzen zu stärken und sie zu verstärktem Handeln zu ermutigen. Die Ausbildung von Umwelt-Peers an steirischen Umweltzeichen-Schulen verfolgt seit Projektbeginn im Jahr 2008 dieses Ziel. Unser Programm wird ständig erweitert.

Handlungsfeld 5: Förderung nachhaltiger Entwicklung auf lokaler Ebene
Ausweitung der BNE-Programme und -Netzwerke auf der Ebene von Gemeinden und Regionen.

  • Seit Jahren engagiert sich das UBZ in der lokalen und regionalen Förderung von nachhaltigen Strukturen und Entwicklungen.
  • Es ist maßgeblich im ÖKOLOG-Netzwerk Steiermark beteiligt, koordiniert in der Steiermark das Umweltzeichenmanagement für Umweltzeichen-Schulen und -Bildungseinrichtungen und führte seit 2001 zahlreiche erfolgreiche Projekte und Prozessbegleitungen von Schulen in Kooperation mit Gemeinden und Regionen im Sinne der Lokalen Agenda 21 durch. Siehe Referenzen.

Auftraggeber

  • Amt der Steiermärkischen Landesregierung
    Abteilung 15 - Energie, Wohnbau, Technik [Link]
  • Amt der Steiermärkischen Landesregierung
    Abteilung 13 - Umwelt und Raumordnung [Link]
    im Rahmen des Projekts "Umweltbildung Steiermark"

Partner

  • Forum Umweltbildung [Link]
  • Pädagogische Hochschule Steiermark [Link]
  • Bundesministerium für Bildung - BMB [Link]
  • Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft - BMLFUW [Link]

    Nachhaltig Handeln im beruflichen und privaten Alltag

    Projektlaufzeit
    2008-2011

    Ziele

    • Untersuchung der Wechselwirkungen von beruflichem und privatem Alltag unter der Perspektive der Stärkung nachhaltiger bzw. vorsorgender Lebensweisen.
    • Bereitstellen eines integrierten Konzepts „Nachhaltiges Handeln im beruflichen und privaten Alltag“
    • Ausarbeitung des Konzepts zu einem Toolkit für Unternehmen 
    • Aufzeigen, wie vorhandene betriebliche Aktivitäten verknüpft und weiterentwickelt, Managementansätze und -instrumente auf betrieblicher Ebene ergänzt und integriert umgesetzt werden können, damit sie auf individueller Ebene nachhaltige Praktiken und Handlungsmuster im beruflichen und privaten Alltag fördern.
    • Fokussierung auf die Bereiche Ernährung, Bewegung und durch Erwerbsarbeit verursachte Mobilität

    Inhalte
    Wie können nachhaltige Lebensweisen in einer durch Flexibilisierungs- und Beschleunigungstendenzen bestimmten Welt gefördert werden? Diese Fragestellung griff das Projekt „Nachhaltig Handeln im beruflichen und im privaten Alltag“ auf. Es untersuchte, wie Erfahrungen und Routinen des beruflichen Alltags nachhaltiges Verhalten im privaten Alltag fördern können.
    Im Vordergrund standen die Gestaltungsmöglichkeiten von Unternehmen. Ein zentrales Ergebnis des Projekts ist ein elektronischer „Werkzeugkoffer“ für Unternehmen, der aufzeigt, wie vorhandene betriebliche Aktivitäten sowie Managementinstrumente und CSR-Ansätze (Corporate Social Responsibility) verknüpft und weiterentwickelt werden können. Damit werden Unternehmen dabei unterstützt, eine vorsorgende und nachhaltige Lebensweise der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im beruflichen und privaten Alltag zu fördern.
    Untersucht wurden die Handlungsfelder "Betriebliche Gesundheitsförderung" (Ernährung und Bewegung), "Mobilität" sowie "Betriebliche Maßnahmen zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, der Geschlechtergerechtigkeit und der kulturellen Vielfalt".

    Projektbesonderheiten:

    • Es untersuchte die Wirkung von beruflichem Alltagshandeln auf das private Alltagshandeln
    • Es betrachtete die Bereiche betrieblicher Umweltschutz und Gesundheitsförderung, also ökologische und soziale Handlungsfelder gemeinsam
    • Die Unternehmensperspektive (Motivation und Nutzen für Unternehmen, Managementsysteme und -praktiken) und die Alltagsperspektive der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden miteinander in Beziehung gesetzt. Augenmerk lag dabei auf der Zielgruppe der Lehrlinge und der betrieblichen Nachhaltigkeitsbildung.

    Das Projekt lieferte Ergebnisse für Forschung und Praxis des Nachhaltigkeits-Managements von Unternehmen und der Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie neue Erkenntnisse für die auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Konsum- und Lebensstilforschung.

    Das Projektteam umfasste ForscherInnen unterschiedlicher Disziplinen aus den Bereichen Bio- und Lebensmittelchemie, Wirtschaft, Ökotrophologie, Pädagogik, Psychologie und Sozial- und Gesundheitswissenschaften. Aufgabe des UBZ war die Mitarbeit im Forschungsprojekt das Einbringen einer Expertise zum Bereich Umweltbildung (Mobilitätsmanagement, Nachhaltigkeit). Außerdem war das UBZ für die Forschung-Bildung-Kooperation verantwortlich.

    Beteiligte

    • Partner-Unternehmen: Fahnen-Gärtner GmbH (Mittersill), Great Lengths GmbH (St. Stefan im Rosental), RHI AG (Standort Trieben), Technische Universität Graz
    • Unternehmen, die an Interviews teilnahmen: Anton Paar GmbH, AVL List GmbH, Deakon Degen GmbH Kabelkonfektion, EUROTRANSLINE Internationale Speditions- u. Transportges.m.b.H., Rio Tinto Minerals Austria, Schirnhofer GmbH

    Ergebnisse
    Leitfaden "Nachhaltig Handeln" (PDF; 7,5 MB)


    Auftraggeber
    Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung - BMWF
    im Rahmen der Programmlinie proVISION – Vorsorge für Natur und Gesellschaft [Link]

    Partner

    • Interuniversitäres Forschungszentrum für Technik, Arbeit und Kultur Graz - IFZ (Koordination)
    • Institut für sozial-ökologische Forschung, Frankfurt/Main - ISOE
    • Institut für Gesundheitsförderung und Prävention GmbH - IfGP

    Lernweg Nachhaltigkeit 2007

    Projektlaufzeit
    seit 2006-2007

    Ziele

      • ... für Jugendlichen: Kreativität, Allgemeinbildung, Selbst- und Regionalbewusstsein, Selbstmarketing, Freude am Lernen durch praktische Nutzenstiftung in der Gemeinde
      • ... für Schulen und Lehrende: Modellentwicklung für aktive Mitarbeit im Unterricht, Coaching für lebenslanges Lernen, Freude am Lehren durch Praxisvermittlung
      • ... für Kommunen: Besseres Verständnis für kommunale Fragen bei den Jugendlichen, Nachweis einer nachhaltigen und jugendorientierten Politik, Bewusstseinsbildung bei den Schüler- und LehrerInnen, aber auch bei den Eltern, Freude an der Region durch Zukunfts- und Berufsorientierung   

        Inhalte
        Das Projekt entstand durch eine Kooperation des UBZ mit der Fa. Stenum, die eine Förderungszusage des Bildungsförderungsfonds für Gesundheit und nachhaltige Entwicklung erhielt. Durch die finanzielle Unterstützung des Landes Steiermark wurde das Projekt fertiggestellt. Damit konnten die zunächst von Firmen für das Projekt in Aussicht gestellten, aber letztendlich nicht eingebrachten Unterstützungsgelder ersetzt und die Ziele des Projektes erreicht werden.
        Mit dem Projekt sollten anhand der Grundzüge der Nachhaltigkeit LehrerInnen verstärkt dabei unterstützt werden, Jugendlichen die soziale, wirtschaftliche und ökologische Bedeutung des Umweltschutzes näher bewusst zu machen sowie damit  eine praxisorientierte Ausbildung zu verstärken.
        In der ersten Phase sollten vor allem die möglichen Chancen, die sich aus einer verbesserten Zusammenarbeit von ausgewählten Hauptschulen mit ihrem Umland, den Kommunen und Betrieben ergeben, aufgezeigt werden:

        • bessere Praxisorientierung der Schulen und Attraktivierung der Lehrberufe
        • selbstbewusstere SchülerInnen mit besseren Berufsaussichten, die mit den Erfahrungen aus dem Projekt auch lieber in der Region bleiben wollen
        • bessere (Kommunal-)Betriebe, die leichter MitarbeiterInnen finden bzw. sich besser in der Region präsentieren können
        • besser akzeptierte (Kommunal-)Politik, die nachhaltig das Bewusstsein der Jugendlichen fördert und
        • Akzente setzt, die Entwicklung der Gemeinde mit der Bevölkerung zukunftsorientiert zu gestalten und sich damit ebenfalls besser in der Region darstellen kann

        Die Gemeinden der GU-Süd waren „Auslöser“ für die Umsetzung. Sie möchten in ihrem Leitbild eine Zusammenarbeit von Gemeinden (Bauhöfen) mit Schulen vertiefen, um eine langfristige Bewusstseinsbildung für regionale Themen bei den Jugendlichen und auch bei deren Eltern und weiteren Bevölkerungsgruppen zu begünstigen. Die Durchführung des Projektes in diesem Pilotlauf wurde dann auf weitere Gemeinden und Schulen ausgedehnt, einerseits, weil im Raum GU-Süd nur eine Schule zur Verfügung stand und andererseits, um mehr Erfahrungen aus verschiedenen Schulen mit einbeziehen zu können.

        Beteiligte
        4 Schulen im Raum Graz: HS Hausmannstätten, BULME Graz-Gösting, HLA der Grazer Schulschwestern, HS Feldkirchen

        Ergebnisse
        Endbericht "Lernweg Nachhaltigkeit 2007" (PDF; 1,2 MB)


        Auftraggeber

        • Amt der Steiermärkischen Landesregierung (ehem. FA 17C und FA 6B)
        • Bildungsförderungsfonds für Gesundheit und nachhaltige Entwicklung

        Partner
        Fa. Stenum

        NENA - Netzwerk nachhaltige Lebensstile

        Projektlaufzeit
        2005-2007

        Ziele

        • Initiierung eines Netzwerks mit bestehenden AkteurInnen im Bereich nachhaltiger Lebensstile
        • Nutzen bestehender Initiativen und Programme zu „Nachhaltigkeit und Lebensstil“
        • Sammeln und zur Verfügung stellen von zielgruppenspezifischen Tools und Methoden
        • Austausch von Wissen und Know-how und das Überwinden von Schwachstellen
        • Aufzeigen von Gender-Aspekten in Bezug auf die Auswirkungen von Lebensstilen und die Gestaltung von gendergerechten Angeboten zur Förderung nachhaltiger Lebensstile

        Inhalte
        Hinter dem Namen NENA verbarg sich ein Forschungsprojekt, welches vom Bildungs- und Forschungsministerium im Rahmen des Programms „proVISION“ finanziert wurde. proVISION fördert wissenschaftlich innovative Projekte, die maßgebliche Beiträge zu Methoden, Theorien, Qualitätskriterien und Evaluation inter- und transdisziplinärer Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung leisten.
        Das Forschungsprojekt wurde vom IFZ – Interuniversitäres Forschungszentrum für Technik, Arbeit und Kultur durchgeführt, das UBZ unterstützte die Projektarbeit mit den langjährigen Erfahrungen in der Umweltbildung, insbesondere im schulischen Bereich.

        Nachhaltiger Lebensstil hat viele unterschiedliche Dimensionen wie Bildung, Gesundheit, Freizeit, Ernährung, Konsum, Mobilität, Geschlechtergerechtigkeit u.v.a.m. Bestimmte Lebensstile sind nicht besser oder schlechter als andere, es geht viel mehr darum, schädliche und ungünstige Gewohnheiten in zukunftsverträglichere und produktivere umzustellen. Eine stärktere Verbreitung nachhaltiger Lebensstile soll letztendlich dazu beitragen, gesellschaftliche und umweltrelevante Probleme zu bewältigen.

        Ein Netzwerk wurde initiiert, um die Kooperation von NachhaltigkeitsakteurInnen zu fördern. Ziel des Netzwerkes war die Integration verschiedener Sichtweisen, Erfahrungsaustausch und Bündelung vorhandener Ressourcen, um dadurch weitreichendere Effekte hin zu nachhaltigen Lebens- und Konsumgewohnheiten zu erreichen.

        Ergebnisse
        siehe IFZ-Homepage


        Auftraggeber
        Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung - BMWF
        im Rahmen der Programmlinie proVISION – Vorsorge für Natur und Gesellschaft [Link]

        Partner
        Interuniversitäres Forschungszentrum für Technik, Arbeit und Kultur - IFZ (Koordination)

        Schul-Initiative-Nachhaltigkeit: Regionale Agenda 21 Schulen

        Projektlaufzeit
        2005-2006

        Ziele

        • SchülerInnen Möglichkeiten für Mitbestimmung und nachhaltiges Handeln bieten und vermitteln
        • Besonderheiten und Chancen der Regionen Almenland und Enns-Grimming-Land sichtbar machen
        • Die regionale Identität im Kontext der Globalisierung stärken
        • Die Pflichtschulen der Region untereinander vernetzen
        • Die Region und Themen der nachhaltigen Regionalentwicklung im Unterricht verankern

          InhalteIm Projektmodul Regionale Agenda 21 Schulen im Rahmen der Schul-Initiative-Nachhaltigkeit leistete das UBZ intensive Prozessbegleitung für Schulen in den Regionen Almenland und Enns-Grimming-Land und bot damit Starthilfe für eine engere Zusammenarbeit der Schulen in der Region untereinander sowie mit regionalen Einrichtungen und Firmen.In Vernetzungsworkshops mit Lehrenden aus allen Schulen wurden Exkursions- und Projektangebote erhoben und Projekte in den Schulen initiiert und unterstützt. Als große gemeinsame Aktion unter Beteiligung von SchülerInnen aller Schulen wurden die Quiz-CD-Roms "Almenland-Quiz" und "Enns-Grimming-Land-Quiz"  partizipativ erstellt.  Gemeinsam mit allen Schulen wurde auch jeweils eine große schulübergreifende Veranstaltung für die gesamte Region geplant und durchgeführt.  Bei einem regionalen Quiz-Bewerb konnten die SchülerInnen ihr Wissen über ihre Heimatregion unter Beweis stellen, ihre eigenen Beiträge präsentieren und spielerisch Neues über Nachhaltigkeit und nachhaltiges Handeln in verschiedenen Bereichen lernen.Wie schon in den Jahren zuvor in den Lokalen Agenda 21 - Schulprojekten wurden die Lehrenden während des gesamten Prozesses darin unterstützt Zusammenhänge für zukunftsfähiges Handeln zu vermitteln sowie die SchülerInnen zu aktivieren, dass diese ihre Lebensumgebung unter die Lupe nehmen, Ideen für eine nachhaltige Zukunft entwickeln und aktiv mitgestalten.

          Beteiligte
          alle Volks-und Hauptschulen im Naturpark Almenland und im Enns-Grimming Land

          Partner

          • Ökologische Landentwicklung Steiermark
          • Almenlandbüro

          Ergebnisse

          • CD Almenland-Quiz
          • CD Enns-Grimming-Land Quiz

          Auftraggeber
          Amt der Steiermärkischen Landesregierung (ehem. FA 19D Abfall- und Stoffflusswirtschaft)

          Schul-Initiative-Nachhaltigkeit: Lokale Agenda 21 in der Schule

          Projektlaufzeit
          2000-2005

          Ziele

          • Kinder und Jugendliche in Schulen von LA 21-Gemeinden in den Partizipationsprozess der Gemeinde miteinbinden und sie ermutigen, sich aktiv an der Gestaltung einer lebenswerten Zukunft zu beteiligen
          • Das Thema Nachhaltigkeit in Schulprojekttagen vermitteln und Zusammenhänge und Auswirkungen von Handlungen für Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft verdeutlichen
          • Die Anliegen der Kinder erheben und anhören und gemeinsam mit den Verantwortlichen aus Schule und Gemeinde nach Möglichkeit unterstützen

          Inhalte
          Bei der UNO-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro 1992 haben auch Gemeinden den Auftrag erhalten, im Rahmen der Lokalen Agenda 21 (LA 21) gemeinsam mit ihren BürgerInnen einen nachhaltigen Weg für die Zukunft ihres Ortes zu erarbeiten. Kinder und Jugendliche in diesen Prozess einzubeziehen ist daher eine Aufgabe einer Umweltbildung, die eine nachhaltige Entwicklung unterstützt. Auch die jungen GemeindebürgerInnen aktiv mitgestalten zu lassen, vorsorgende Maßnahmen für die Zukunft im ökologischen, ökonomischen und sozialen Bereich der Gemeinde zu erarbeiten, ist ein konkretes Beispiel für ganzheitliches, praktisches Lernen.
          Das UBZ betreute dazu in den Schuljahren 2000 bis 2005 Schulen in LA-21 Gemeinden. Die Schulbetreuungen umfassten:

          • Projektbegleitung über ein Schuljahr
          • Projektplanung mit allen Beteiligten - Schulleitung, Lehrende, SchülerInnen, Verantwortliche aus den Gemeinden
          • Projekttage in den Klassen und Unterstützung der Lehrenden mit Materialien
          • Unterstützung bei der Umsetzung von konkreten Vorhaben mit den SchülerInnen: Umgestaltung des Schulumfeldes, des Schulhofs, des Schulgartens, Gestaltung eines Wald-Erlebnis-Wegs, Gestaltung einer Kinder-Gemeinde-Zeitung...
          • Gemeindeerkundungen zum besseren Kennenlernen der Gemeinde
          • Begleitung bei Gemeinderatssitzungen und Gesprächen mit Verantwortlichen
          • Unterstützung bei Dokumentation und Präsentation der Projekte
          • Beratung für interessierte Schulen, Literaturberatung
          • Vermittlung von Fachleuten und Herstellen von Kontakten zu Behörden, Organisationen und Vereinen
          • Lehrerfortbildungen zu Themen im Bereich Nachhaltigkeit

          Bei allen Schulbetreuungen hatten die SchülerInnen Gelegenheit, ihre Lebensumgebung unter die Lupe zu nehmen, Verbesserungsvorschläge einzubringen, an einer lebenswerten Zukunft mitzugestalten, Zusammenhänge von Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft zu erfahren und Beispiele für verantwortungsvolles, nachhaltiges Handeln zu lernen. 
          Die Themen ergaben sich aus den Bedürfnissen und Wünschen der Kinder, den Gegebenheiten in den Schulen und Gemeinden sowie den Themen der LA 21 Entwicklungsprozesse der Gemeinden und umfassten den ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereich.

          Beteiligte
          VS Großsteinbach, HS Großsteinbach, VS Zwaring - Pöls, Kinderschule Grashalm, VS Plenzengreith, VS Trieben, HS Trieben, VS St. Lorenzen, VS Kirchberg, VS Schönegg/Pöllau, VS Josef Krainer in Gai, VS Höch/St. Andrä, VS Rechberg/Semriach, VS Gossendorf, HS II RS Feldbach, VS St.Georgen, VS Eichkögl, VS Maria Lankowitz, VS Brunnsee, FS St.Martin Graz, VS Weißenbach bei Liezen


          Auftraggeber
          Amt der Steiermärkischen Landesregierung (ehem. FA 19D Abfall- und Stoffflusswirtschaft)

          Kontakt

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          Dipl. Päd. Sabine Baumer

          0043-(0)316-835404
          sabine.baumer@ubz-stmk.at
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