ÖPUL

1995 wurde in Österreich das ÖPUL mit Co-Finanzierung durch die EU beschlossen. Die Abkürzung „ÖPUL“ steht für „Österreichisches Programm einer umweltgerechten Landwirtschaft“.
Im Grunde genommen geht es dabei um die Beibehaltung bzw. um die Umsetzung einer umweltgerechten Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen.
Das ÖPUL umfasst einen Maßnahmenkatalog, aus dem der Landwirt die Maßnahmen auswählen kann, die zu seinem Betrieb passen wie z.B. „Düngeverzicht“ oder „Integrierter Obstbau“. Für seinen erhöhten Arbeitsaufwand bzw. für Ertragsverminderung erhält der Bauer eine festgelegte Prämie.
Für den Umweltschutz im speziellen ist das Maßnahmenpaket „ÖPUL-Naturschutz“ interessant.
Wenn wir hinaus in die Natur gehen, freuen wir uns über Streuobstwiesen mit alten knorrigen Bäumen, bunte Blumenwiesen mit einer Vielzahl von Schmetterlingen, naturnahe Teichflächen mit Schilf und Röhricht oder auch über Ackerflächen auf denen Kiebitze balzen. All diese Flächen müssen oft unter großem Arbeitsaufwand regelmäßig gepflegt werden. Auch dafür bekommt der Bauer eine finanzielle Prämie ausbezahlt.
Ziel dieses Programms ist es, die Vielfalt der Kulturlandschaft zu erhalten bzw. zu verbessern. So finden unzählige Tier- und Pflanzenarten einen gesicherten Lebensraum.
Konsumenten können gesunde Produkte unserer Bauern erwerben und so einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.
Landschaftspflege ist auch eine grundlegende Vorraussetzung für erholungssuchende Touristen.
