Nachhaltiges Handeln im beruflichen und privaten Alltag

Wie können nachhaltige Lebensweisen in einer durch Flexibilisierungs- und Beschleunigungstendenzen bestimmten Welt gefördert werden? Diese Fragestellung greift das Projekt „Nachhaltiges Handeln im beruflichen und im privaten Alltag“ auf. Es untersucht, wie Erfahrungen und Routinen des beruflichen Alltags nachhaltiges Verhalten im privaten Alltag fördern können.
Im Vordergrund stehen die Gestaltungsmöglichkeiten von Unternehmen. Ein zentrales Ergebnis des Projekts wird ein elektronischer „Werkzeugkoffer“ für Unternehmen sein, der aufzeigt, wie vorhandene betriebliche Aktivitäten sowie Managementinstrumente und CSR-Ansätze (Corporate Social Responsibility) verknüpft und weiterentwickelt werden können. Damit werden Unternehmen dabei unterstützt, eine vorsorgende und nachhaltige Lebensweise der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im beruflichen und privaten Alltag zu fördern.
Untersucht werden die Handlungsfelder "Betriebliche Gesundheitsförderung" (Ernährung und Bewegung), "Mobilität" sowie "Betriebliche Maßnahmen zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, der Geschlechtergerechtigkeit und der kulturellen Vielfalt".
Projektbesonderheiten:
- Es untersucht die Wirkung von beruflichem Alltagshandeln auf das private Alltagshandeln.
- Es betrachtet die Bereiche betrieblicher Umweltschutz und Gesundheitsförderung, also ökologische und soziale Handlungsfelder gemeinsam.
- Die Unternehmensperspektive (Motivation und Nutzen für Unternehmen, Managementsysteme und -praktiken) und die Alltagsperspektive der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden miteinander in Beziehung gesetzt. Augenmerk liegt dabei auf der Zielgruppe der Lehrlinge und der betrieblichen Nachhaltigkeitsbildung.
Das Projekt liefert Ergebnisse für Forschung und Praxis des Nachhaltigkeits-Managements von Unternehmen und der Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie neue Erkenntnisse für die auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Konsum- und Lebensstilforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung im Rahmen der Programmlinie proVISION – Vorsorge für Natur und Gesellschaft
Laufzeit: 2008-2011
Projektpartner:
IFZ – Interuniversitäres Forschungszentrum für Technik, Arbeit und Kultur, Graz (Koordination)- ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung, Frankfurt am Main, Deutschland
- IfGP – Institut für Gesundheitsförderung und Prävention GmbH
- UBZ – Umwelt-Bildungs-Zentrum Steiermark, Graz
Gesamtkoordination:
Dr.in Ulrike Seebacher, IFZ Graz; Tel: +43/316/813909-25
Mail: seebacher@ifz.tugraz.at
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