Umwelt-Peers
Umwelt-Peer-Ausbildung an steirischen Umweltzeichen-Schulen
Seit dem Schuljahr 2007/2008 bildet das UBZ an steirischen Schulen, die mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichet sind, engagierte SchülerInnen als "Umwelt-Peers" aus. ![]()
Das vom Bildungsförderungsfonds und Land Steiermark geförderte Pilotprojekt wurde im Dezember 2008 vom Lebensministerium in der Kategorie "Durchführung" als österreichisches Vorzeigeprojekt ausgezeichnet. Gefördert vom Land Steiermark werden seither jährlich an 3-4 steirischen Umweltzeichen-Schulen neue Peers ausgebildet. Diese Ausbildung ist einzigartig in Österreich.
Was bedeutet das Österreichische Umweltzeichen für Schulen? Mit dem Österreichischen Umweltzeichen können Schulen ausgezeichnet werden, die besonders hohe Standards in ihrer pädagogischen Arbeit in Kombination mit Umweltmaßnahmen in der Schule einhalten. Es ist die höchste Auszeichnung, die Schulen in Österreich für ihre Arbeit in diesem Bereich erhalten können.
Je besser dabei auch die SchülerInnen eingebunden sind und mitgestalten können, umso größer ist die Wirkung für alle.
Was sind Umwelt-Peers? An zehn steirischen Umweltzeichen-Schulen sind bereits SchülerInnen verschiedener Schulstufen als "Umwelt-Peers" tätig. Sie vermitteln ihren MitschülerInnen die Inhalte des "Österreichischen Umweltzeichen für Schulen", initiieren und gestalten aktiv Umweltprojekte in der Schule und unterstützen das Umweltteam der Schule bei der Umsetzung der Umweltzeichen-Kriterien. Das Alter der Peers reicht von 8 bis 18 Jahren.
Wie werden die Umwelt-Peers ausgebildet? In dreitägigen Intensiv-Workshops bildet das UBZ-Team 4 - 6 Peers vor Ort an ihren jeweiligen Schulen aus. Ausbildungsinhalte sind fachliches und methodisches Know-How in den verschiedensten Bereichen der Umweltzeichen-Kriterien, von der Mobilitätserhebung über Lärm-, Luft, - Licht- und Temperaturmessungen bis zu Präsentationsübungen und Teamtraining. Nach der Ausbildung führen die Peers selbstständig Aufgaben und Projekte durch und dokumentieren diese in ihrem Portfolio. Die Präsentation und das Portfolio sind dann Grundlage zur Erreichung des Zertifikats, das sie offiziell als "Umwelt-Peer" bzw. "Schulische(n) Umweltbeauftragte(n) " qualifiziert.
Was machen Umwelt-Peers? Die Peers engagieren sich für die Verbesserung der Lebensqualität in der Schule, initiieren selbstständig Projekte wie z.B. die Verbesserung von Buffet und Küche, die "Sauberste Klasse" etc. , organisieren Befragungen und führen Messungen für das Umweltzeichen durch.
Die Tätigkeitsschwerpunkte sind von den Peers selbst gewählt und auch von Schule zu Schule verschieden. Informationen werden z.B. über eigens gestaltete Videos, Powerpoint-Präsentationen, Folder und Plakate, Klassensprechertreffen, Besuche in den Klassen bis zur eigenen "Umwelt Post", die in den Klassen verteilt wird, an die MitschülerInnen gebracht.
Kennzeichen der Peer-Arbeit sind die kontinuierliche Tätigkeit, die regelmäßigen Treffen und die Funktion der Peers als Bindeglied zwischen dem Umwelt-Team der LehrerInnen und den MitschülerInnen. Dass die Peers bereits integrierter Bestandteil der Schulkultur sind, zeigt sich auch dadurch, dass an einigen Schulen bereits die 3. Generation an Umweltpeers ausgebildet wurde.
Umwelt-Peer-Ausbildung 2007/2008: VS Graz-Engelsdorf, Private HS der Grazer Schulschwestern, HLFS Forstschule Bruck an der Mur, HLW Weiz, HLW Krieglach
Umwelt-Peer-Ausbildung 2008/2009: VS Jahngasse Gleisdorf, HS Gleichenberg, BG/BRG Weiz
Umwelt-Peer-Ausbildung 2009/2010: Private HLA der Grazer Schulschwestern, Private HS der Grazer Schulschwestern, HLFS Forstschule Bruck an der Mur, HLW Krieglach
Umwelt-Peer-Ausbildung 2010/2011: BG/BRG Weiz, VS Gleisdorf, VS Graz-Engelsdorf
Umwelt-Peer-Ausbildung 2011/2012: HS Bad Gleichenberg, HLW Krieglach, HLW Weiz, HAK Weiz
Umwelt-Peer-Ausbildung 2012/2013: BG/BRG Weiz, Planung der Peer-Ausbildung Phase 2: Multiplikation steiermarkweit
seit April 2013: EU-Projekt "Use IT Smartly": Konzipierung und Schaffung einer IT-Peer-Ausbildung, Erstellung von Schulungsunterlagen und Schulung von österreichweit tätigen IT-Peers auf Basis der Umwelt-Peer-Ausbildung
Anfragen zur Peer-Ausbildung an Dipl.-Päd. Sabine Baumer
(Projektleitung Umwelt-Peer-Ausbildung, Beraterin und Prüferin für das Österreichische Umweltzeichen für Schulen und LehrerInnenbildungseinrichtungen sowie für das Österreichische Umweltzeichen für Außerschulische Bildungseinrichtungen) sabine.baumer@ubz-stmk.at
