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Lernweg Nachhaltigkeit 2007

Ziel
... dieses Projektes ist, die langfristige Bewusstseinsbildung für nachhaltige, regionale Themen weiter zu entwickeln und bei den Jugendlichen lebenslanges Lernen bereits in der Schule vorzubereiten. Aus diesem Grund sollten Ausbildung und Begleitung von LehrerInnen verstärkt dabei unterstützt werden, die soziale und wirtschaftliche Bedeutung des Umweltschutzes in eine praxisorientierte Ausbildung der Jugendlichen zu tragen.

Projektphasen
Die erste Phase des Projekts wurde von der Stenum GmbH als Projektträger durchgeführt und vom Bildungsförderungsfonds des BMUKK gefördert. Dabei sollten vor allem die möglichen Chancen, die sich aus einer verbesserten Zusammenarbeit von einigen ausgewählten Hauptschulen mit ihrem Umland, den Kommunen und Betrieben, aufgezeigt werden:


Interesse an der Umsetzung dieser Ziele hatten zunächst folgende Hauptschulen: HS Hausmannstätten, HS Unterpremstätten, HS/RS Lassnitzhöhe, HS Passail sowie die HS Graz St. Peter.
Als Testschulen ausgewählt wurden die HS Graz St. Peter sowie die HS Hausmannstätten mit jeweils rund 50 SchülerInnen. Zunächst wurden die wichtigsten Grundzüge der Nachhaltigkeit vorgestellt, die weitestgehend unbekannt waren. Ebenso musste erst die grundlegende Bedeutung der Kommunikation - nicht nur im Bereich des Umweltschutzes, sondern auch als Element der Berufs- und Lebensvorbereitung - sorgfältig erläutert werden. Für die Arbeit in Betrieben wurden beide vierten Klassen in persönlichen Coachings vorbereitet. Dann wurden mit den SchülerInnen für im Rahmen von „Schnuppertagen“ besuchte Betriebe individuelle Checklisten erarbeitet. Das Thema Umweltschutz wurde in Graz St. Peter auch durch Berechnung des ökologischen Fußabdruckes näher zu Bewusstein gebracht. Mit den SchülerInnen aus Hausmannstätten wurden die Grazer Wirtschaftsbetriebe und die AEVG besucht.

Die zweite Phase im Sommersemester 2007 wurde vom UBZ Steiermark als Projektträger übernommen und vom Umweltressort Ing. Wegscheider (FA 17C) sowie vom Bildungsressort Dr. Vollath (FA 6B) finanziert. In der HS Hausmannstätten wurde das Projekt weitergeführt, darüberhinaus wurden weitere Projektschulen in Graz und Graz Umgebung gewonnen: HS Feldkirchen, HLA für Land- und Ernährungswirtschaft der Grazer Schulschwestern sowie Bulme HTL Graz-Gösting.

HS Hausmannstätten: Hier wurde das Projekt mit der 4. Klasse weitergeführt - Schwerpunkte waren die Gemeindekooperation (Interview des Bürgermeisters), der Besuch des Bauhofs (Elkektronikschrott) sowie der Feuerwehr (Zivil- und Brandschutz) sowie ein Besuch des Landesgerichts in Graz. Abgeschlossen wurde die Arbeit mit den SchülerInnen durch eine gemeinsame Auswertung der Projektrückmeldungen.

HS Feldkirchen: Diese ist eine Ökolog- und Umweltzeichenschule, die bereits seit Jahren an Nachhaltigkeitsthemen arbeitet. Aufgrund eines Schuljubiläums wurden mit den SchülerInnen von zwei 2. Klassen jeweils nur zwei Planungs-Workshops durchgeführt. Schwerpunkte waren der Input zum Thema Nachhaltigkeit am Beispiel Klimaveränderung, eine SchülerInnen-Befragung in deren persönlichem Umfeld sowie die gemeinsame Auswertung und Planung der Umweltthemen für das nächste Schuljahr.

Bulme HTL Graz-Gösting: Diese Schule hatte bereits früher ein ähnliches Projekt durchgeführt und daher großes Interesse an diesem Projekt. Aufgrund der Kontaktaufnahme erst im Sommersemester wurde dieses nur mit einer 4. Klasse durchgeführt. Der Projektschwerpunkt war dem Bereich Energie gewidmet. Umgesetzt wurden eine Analyse der Schüler-Interessensfelder im Bereich Nachhaltigkeit, Diskussionen aktueller fachlicher Tagesthemen sowie des Vester-Buches "Ein Baum ist mehr als ein Baum". Ein bereits vereinbarter Firmenbesuch konnte durch die beginnenden Ferialpraktika der SchülerInnen nicht mehr stattfinden.

HLA für Land- und Ernährungswirtschaft der Grazer Schulschwestern: Als Ökolog-Schule wurde bereits in der Vergangenheit ein auf Nachhaltigkeit hin orientierter Stundenplan gestaltet. Das Projekt wurde im Ausbildungsschwerpunkt Ernährungsökologie durchgeführt, Schwerpunkte waren eine Einkaufsanalyse zum Thema Frühjahrsgemüse (mit anschließender Zubereitung der Nahrungsmittel) sowie ein Firmenbesuch zum Thema Qualitätskontrolle und regional Nahrungsmittelversorgung.

Zielvergleich
Nach Abschluss des Projekts kann eine grundsätzlich positive Bilanz gezogen werden, wenngleich ein Teil der gesteckten Ziele nicht erreicht werden konnten. Begründet wird dies einerseits mit der Kurzfristigkeit der Projektlaufzeit (u.a. Kontaktaufnahmen mit den Schulen und Start erst im Sommersemester) und andererseits mit der zu hohen Erwartungshaltung in die Möglichkeiten der Projektschulen bzw. Fähigkeiten der SchülerInnen. Grundsätzlich kann mit dem Projekt bewiesen werden, dass Schulen mit einem ökologisch-nachhaltigem Schwerpunkt (z.B. Ökolog- oder Umweltzeichen-Schulen) ihre SchülerInnen wesentlich besser auf einen umweltorientierten Lebens- und Berufsalltag vorbereiten als andere.
In den drei Hauptschulen wurde im Rahmen des Möglichen die beabsichtigte Bewusstseins- und Praxisvermittlung erreicht. Grundlagen der Nachhaltigkeit und der dazu notwendigen Kommunikation(skultur) konnten in Ansätzen vermittelt werden. Die Praxisvermittlung bei Betrieben bzw. Gemeinden und Vorbereitung auf das Berufsleben konnte nicht in dem beabsichtigten Umfang umgesetzt werden.
In der Bulme HTL Graz-Gösting wurden die Ziele der Bewusstseinssteigerung (aufgrund schüleradäquater selbst gewählter Themen) und Sichtbarmachung von Umweltkommunikation sicher erreicht, ein betrieblicher Input sowie Fragen der Persönlichkeitsentwicklung waren hier aus Zeitmangel nicht möglich.
In der HLA der Schulschwestern wurde ein hohes Maß an Bewusstseins- und Praxisvermittlung erreicht. Insbesondere die praktische Arbeit sowie die Firmenbesuche waren sehr positiv als Berufsvorbereitung. Grundlagen der Nachhaltigkeit mussten hier kaum vermittelt werden, da diese bereits in verschiedenen Teilen des Lehrplanes abgedeckt sind. Der Bereich (Umwelt)Kommunikation fiel auch hier dem Zeitmangel zum Opfer.

Schlussfolgerungen (Konsequenzen)
Folgende Schlussfolgerungen lassen sich aus der Projektumsetzung ableiten (unabhängig von Schulstufe bzw. Schultyp):


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Uwe Kozina




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