Bewusstseinsbildung in Neukirchen/Großvenediger
Neukirchen am Großvenediger - ein sanft mobiler Urlaubsort
Der Themenbereich „Verkehr und Mobilität“ gewinnt in Bezug auf den Erhalt der Lebensqualität gerade in alpinen Regionen eine immer größere Bedeutung. Immer mehr Menschen sehnen sich nach Ruhe und Entspannung und suchen jene Urlaubsorte auf, die Angebote für eine stress- und lärmarme Erholung bewerben. Ebenso wird auch das Thema „umweltfreundlich Reisen“ in Europa eine immer wichtiger.
Diesem Trend folgend hatte sich die Gemeinde Neukirchen am Großvenediger dazu entschlossen, ihre touristischen Sehenswürdigkeiten mit den Vorteilen der Sanften Mobilität mit umweltverträglichen Verkehrsmitteln zu verbinden und damit auch dem Verband der „Alpine Pearls“ beizutreten, dessen Ziel es ist, ein Reisepackage durch die Alpen zu realisieren, bei dem ausschließlich umweltverträgliche Verkehrsmittel wie Bahn, Bus, Fahrrad, Null-Emissions-Fahrzeuge, Pferdekutschen oder das zu Fuß gehen verwendet werden. Damit dieses Vorhaben nicht nur von einigen wenigen engagierten BürgerInnen und Politiker Innen getragen wird, sondern sich auch die Mehrheit der ortsansässigen Bevölkerung mit dem Konzept der „sanften Mobilität“ identifizieren kann, startete das UBZ-Stmk. im Auftrag des BMVIT als ersten Schritt mit einer begleitende Bewusstseinsbildungskampagne in Schulen.
Bewusstseinsbildung in Schulen
SchülerInnen untersuchten dabei ihren Schulweg und erhoben, ob nicht Wege, die mit dem Schulbus oder dem Auto zurückgelegt werden, auch leicht zu Fuß oder mit dem Fahrrad bewältigt werden könnten. Sie probierten Alternativen zur täglichen Verkehrsmittelwahl aus und befragten auch ihre Eltern. Über die Mobilitätserhebung der Wege der Eltern setzten sich diese mit dem Thema auseinander. Bei einem Elternabend wurden die Ergebnisse präsentiert bzw. diskutiert. Die Erarbeitung des Themas erfolgte nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern durch Information und Stärkung des Images von RadfahrerInnen und FußgängerInnen (vorbildhaft, gesund, Unterstützung des touristischen Konzeptes für sanfte Mobilität, etc.) sowie unter dem Motto der Freiwilligkeit. Durch positive Anreize (wie z.B. Fahrradlotto, RadfahrerIn des Monats, Kampagnen „zu Fuß zum Einkaufen“ u.a.) sollte nach Abschluss des Schulprojekts das Image der nachhaltigen Verkehrsmittel aufgewertet werden.
